Vom 12. Oktober 2020 bis zum 9. Mai 2023 — über mehr als drei Jahre — protokollierte ich täglich die offiziellen Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts: Neuinfektionen, Todesfälle, Genesene, Intensivbelegung, 7-Tage-Inzidenz. Aus diesen Daten erstellte ich regelmäßig Grafiken, die ein anderes Bild zeichneten als das offiziell verkündete Narrativ. Auf Facebook wurde ich dafür beschimpft und entfreundet — obwohl ich ausschließlich mit den Zahlen der Behörden arbeitete, sie nur anders auswertete.
Anmerkung:
Die in diesem Artikel verwendeten Auswertungen sind keine nachträgliche
Betrachtung. Bereits während der Pandemie — im März 2022, als die Maßnahmen noch in vollem Gange waren — wies ich anhand derselben offiziellen Daten auf die Diskrepanz zwischen Inzidenz und tatsächlicher Krankheitslast hin. Ein zeitgenössisches Beispiel findet sich hier. Facebook-Post März 2022]
Der folgende Artikel verbindet meine eigenen protokollierten Daten mit den Sterbedaten des Statistischen Bundesamtes und den Impf- und Hospitalisierungsdaten des RKI. Alle verwendeten Daten sind öffentlich zugänglich und nachprüfbar. Die Schlüsse die sich daraus ziehen lassen, waren damals unerwünscht — und stehen heute noch aus.
Vier Grafiken aus meinen gesammelten Daten
Oben links — die 7-Tage-Inzidenz mit den bekannten Wellen.
Oben rechts — Intensivpatienten, die zeigen wie entkoppelt Inzidenz und tatsächliche Krankheitslast wurden.
Unten links — der Anteil Nicht-Infizierter, der nie unter ~97% fiel.
Unten rechts — tägliche Todesfälle.
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Betrachtungen der Daten
Nicht-Infizierte in Prozenten
Das ist die auffälligste Grafik. Der Anteil der nicht positiv gemeldeten Bevölkerung lag durchgehend zwischen 97% und fast 100% — selbst auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle Anfang 2022, als die Inzidenz explodierte. Die öffentliche Wahrnehmung und die Maßnahmen standen dazu in keinem Verhältnis.
Intensivpatienten vs. Inzidenz
Die Inzidenz schoss mit Omikron auf Rekordhöhen — aber die Intensivbelegung stieg nicht mehr proportional mit. Das Virus war ansteckender geworden, aber weniger gefährlich. Trotzdem blieben viele Maßnahmen bestehen.
Tägliche Todesfälle
Die schlimmsten Phasen waren Winter 2020/21 und Herbst/Winter 2021 — also vor der breiten Impfkampagne und in der Delta-Welle. Danach deutlicher Rückgang trotz wesentlich höherer Fallzahlen.
Die Inzidenz als untaugliches Steuerungsinstrument
Das zentrale Instrument der deutschen Corona-Politik war die 7-Tage-Inzidenz — die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Anhand dieses Wertes wurden Lockdowns verhängt, Schulen geschlossen und Grundrechte eingeschränkt. Was dabei systematisch verschwiegen wurde: Die Inzidenz sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich von Inzidenz und Intensivbelegung: Mit der Omikron-Variante explodierten die Fallzahlen auf nie dagewesene Höhen — die Intensivstationen blieben jedoch deutlich entspannter als in den Vorwellen. Das Virus war ansteckender, aber milder geworden. Die Maßnahmen orientierten sich dennoch weiterhin an der Inzidenz.
Übersterblichkeit
Die Übersterblichkeit ist eine interessante Frage — und sie war tatsächlich eines der umstrittensten Themen der Pandemie.
Was die offiziellen Daten zeigen
Das Statistische Bundesamt veröffentlichte Übersterblichkeitszahlen — es gab tatsächlich Phasen mit erhöhter Sterblichkeit, besonders Winter 2020/21 und Herbst/Winter 2021. Das ist statistisch nachweisbar.
Was aber fast immer verschwiegen wurde
- Ein erheblicher Teil der Übersterblichkeit kam durch aufgeschobene Operationen, nicht behandelte Krankheiten und psychische Folgen der Maßnahmen selbst
- Die Altersstruktur der Verstorbenen entsprach weitgehend der normalen Sterblichkeit — sehr alte, sehr kranke Menschen
- In manchen Monaten gab es sogar Untersterblichkeit — weil Grippe und andere Atemwegserkrankungen durch die Maßnahmen zurückgingen
Meine Beobachtung waren weder falsch noch unwichtig
Statistik und persönliche Erfahrung klaffen oft auseinander — aber wenn sehr viele Menschen dasselbe berichten, ist das auch ein Datenpunkt. Die Übersterblichkeit war statistisch real, aber sie rechtfertigte die Wucht der gesellschaftlichen Einschnitte, die damit begründet wurden, nicht.
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Übersterblichkeit gegenüber der Durchschnittswert der Vorjahre 2016–2019
2020: +49.000 Todesfälle (+5,3%)
2021: +87.000 (+9,5%) — das erste schlimme Jahr, trotz Impfkampagne
2022: +132.000 (+14,5%) — das absolut schlimmste Jahr
2023: +92.000 (+9,9%)
Was auffällt
2020 — das Jahr der größten Panik und der härtesten Maßnahmen — hatte die geringste Übersterblichkeit. Die schlimmsten Jahre kamen danach. Das ist ein Befund der im öffentlichen Diskurs kaum Beachtung fand.
Und 2022 mit +14,5% ist bemerkenswert hoch — da stellt sich die Frage ob das noch Corona war, ob aufgeschobene Behandlungen und andere Maßnahmenfolgen eine Rolle gespielt haben, oder ob mögliche Impfnebenwirkungen zum Tragen kamen.
Corona- vs. Gesamtsterblichkeit
Das sind interessante Zahlen aus meinen Daten:
Durchschnittlicher Corona-Anteil an der Gesamtsterblichkeit: 5,6%
Die Zahl des Anteils der „Coronatoten“ an der Gesamtsterblichkeit ist mit Vorsicht zu sehen. Da in den wenigsten Fällen Autopsien durchgeführt wurden, basiert die Zuordnung ‚Todesursache Corona‘ auf dem PCR-Test-Status zum Todeszeitpunkt. Wer positiv getestet starb, galt als Corona-Toter — unabhängig davon ob Corona tatsächlich die Todesursache war oder nur ein Begleitbefund. Die tatsächliche Zahl der Todesfälle durch Corona dürfte damit deutlich niedriger liegen als offiziell ausgewiesen.
Offiziell ausgewiesen und fragwürdig
Im Durchschnitt über 2021–2023 war Corona für etwa jeden 18. Todesfall verantwortlich — oder anders gesagt, über 94% aller Todesfälle hatten andere Ursachen. (Man beachte aber die o. g. Fragwürdigkeit dieser Zahlen!)
Der Peak lag im November 2021 bei knapp 45% — das war die Delta-Welle, die tatsächlich die schlimmste Phase war. Danach mit Omikron trotz explodierender Fallzahlen deutlicher Rückgang des Anteils.
Übersterblichkeitsanalyse – es wird interessant
| Jahr | Sterbefälle | Vorjahre | Übersterblichkeit | |
| 2020 | 975.907 | 931.181 | +44.725 | |
| 2021 | 1.019.045 | 931.181 | +87.863 | |
| 2022 | 1.064.232 | 931.181 | +133.050 | |
| 2023 | 1.024.408 | 931.181 | +93.226 |
Das Auffälligste
2022 hatte die höchste Übersterblichkeit — obwohl Omikron milder war als Delta. Das deutet stark darauf hin dass ein erheblicher Teil der Übersterblichkeit nicht direkt durch Corona verursacht wurde, sondern durch aufgeschobene Behandlungen und andere Folgen der Pandemiemaßnahmen selbst.
2020, das Jahr mit den härtesten Maßnahmen, hatte paradoxerweise die geringste Übersterblichkeit. Das ist ein Datenpunkt der nachdenklich macht.
Impfquote vs. Übersterblichkeit
Die Impfkampagne startete Anfang 2021 — Erstimpfungen stiegen schnell, Grundimmunisierung folgte bis Sommer 2021.
Die Übersterblichkeit stieg trotzdem — und erreichte ihren Höhepunkt 2022, also nach der Booster-Kampagne. Das ist der auffälligste Befund: Je mehr geimpft wurde, desto höher die Übersterblichkeit. Das beweist natürlich keinen Kausalzusammenhang — aber es widerlegt zumindest die Behauptung, die Impfung hätte die Übersterblichkeit gesenkt.
Was man bei der Interpretation bedenken muss: 2022 war auch das Jahr mit den extremen Hitzewellen, die allein Zehntausende Todesfälle verursacht haben. Das verfälscht die Zahlen ebenfalls.
Impfung vs. Hospitalisierung
Die Erstimpfungen begannen Ende Dezember 2020 und stiegen im Verlauf von 2021 steil an, die Grundimmunisierung folgte, der erste Booster wurde ab Herbst 2021 verabreicht. Dennoch fielen die hohen Hospitalisierungszahlen im Winter 2021 genau in die Delta-Welle — trotz bereits hoher Erstimpfquote. Das war der Moment wo das Versprechen ‚Die Impfung schützt vor schweren Verläufen‘ erstmals ernsthaft ins Wanken geriet. 2022 blieben die Zahlen trotz Booster weiterhin auf erhöhtem Niveau.
2022 trotz Booster-Kampagne weiterhin hohe Hospitalisierungszahlen — allerdings muss man bedenken dass hier „mit Corona hospitalisiert“ und „wegen Corona hospitalisiert“ nicht sauber getrennt wurden. Das war einer der Hauptkritikpunkte an der Datenlage.
Ab 2023 deutlicher Rückgang — aber das fiel zeitlich mit Omikron zusammen, das von Natur aus milder war. Ob das die Impfung war oder das Virus selbst, lässt sich aus diesen Daten allein nicht sagen. Ein starker Faktor ist die natürliche Abschwächung des Virus. Eine Abschwächung ganz ohne Impfung und anderer Maßnahmen.
Die vielfach beschworene Überlastung der Krankenhäuser war nicht selten den Coronamaßnahmen selbst geschuldet — durch Personalausfälle wegen Quarantänepflichten, durch die Umwidmung von Betten und Stationen für Corona-Patienten sowie durch den politisch induzierten Abbau von Intensivbetten in den Jahren zuvor. Die Überlastung als Argument für schärfere Maßnahmen anzuführen, während die Maßnahmen selbst zur Überlastung beitrugen, ist eine Kausalität die einer kritischen Betrachtung nicht standhält und paradox ist.
Impfquoten vs. Hospitalisierungen
Viren schwächen sich historisch gesehen über Zeit ganz ohne Impfungen ab, das ist ein bekanntes biologisches Muster.
Gesamtfazit aus den Daten
Was die Zahlen klar zeigen
Die Inzidenz war als Steuerungsinstrument für Maßnahmen ungeeignet — sie sagte wenig über die tatsächliche Krankheitslast aus. Das sieht man besonders deutlich bei Omikron: Inzidenz auf Rekordhoch, Intensivbelegung und Hospitalisierungen aber rückläufig.
Der Anteil nicht-infizierter Bevölkerung lag zu keinem Zeitpunkt unter 97% — trotz aller Panik. Außerdem: Eine positive Testung bedeutete nicht automatisch eine Erkrankung. Ein erheblicher Teil der positiv Getesteten war asymptomatisch — also infiziert ohne jegliche Krankheitssymptome. Die tatsächliche Zahl erkrankter Menschen lag damit nochmals deutlich unter der ohnehin schon geringen Infektionsquote.
Was die Impfdaten zeigen
Die Übersterblichkeit stieg parallel zur Impfkampagne — das beweist keinen Kausalzusammenhang, widerlegt aber die These, dass die Impfung die Übersterblichkeit deutlich gesenkt hat. 2022 war das schlimmste Jahr, obwohl der Booster bereits breit verabreicht war.
Was offen bleibt
Wie viel der Übersterblichkeit auf die Maßnahmen selbst zurückzuführen ist — aufgeschobene Operationen, psychische Folgen, maßnahmenverursachter Pflegenotstand. Das lässt sich aus diesen Daten nicht isolieren.
Das eigentlich Brisante
Alle diese Erkenntnisse basieren ausschließlich auf offiziellen Daten — RKI und Statistisches Bundesamt. Ich habe damals auf Facebook und in Blogbeiträgen nichts erfunden, sondern nur anders gerechnet als es das Narrativ vorgab. Dafür wurde ich beschimpft und „entfreundet“. Das sagt mehr über den damaligen Diskurs und die politisch-erzeugte Stimmung aus als über meine Zahlen.
Das Narrativ der „Pandemie der Ungeimpften“ — und was die Daten dazu sagen
Das zentrale politische Narrativ lautete: Ungeimpfte seien schuld am Fortgang der Pandemie und müssten aus dem sozialen Leben ausgeschlossen werden.
Dafür stehen eine
Reihe von Zitaten,
die heute kaum noch jemand verteidigt.
Olaf Scholz behauptete am 7. Dezember 2021, das Infektionsgeschehen „herrühre von den Ungeimpften“. Lauterbach bezeichnete Ungeimpfte als „Treiber der Pandemie“ und sagte über sie: „Das sind Menschen, die haben diese Achtung nicht verdient.“ Lauterbach forderte zudem, die Kontakte Ungeimpfter sollten bundesweit auf „nur noch eine Person außerhalb des eigenen Haushalts“ (und hier) reduziert werden.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann warf Ungeimpften vor, Pandemietreiber zu sein. Die Kolumnistin Sarah Bosetti bezeichnete sie als „Blinddarm“ und „nicht im strengeren Sinne essenziell für das Überleben des Gesamtkomplexes“ — und bediente sich damit, vermutlich unbewusst, der Sprache der Nationalsozialisten.
Eine gefährliche Rede von Kretschmann
Scheinbar demokratiegetrieben betreibt er aber nur die soziale Ausgrenzung von Ungeimpften.
„Freiheit endet, wo andere gefährdet werden“ — dieser Satz klingt vernünftig, ist aber eine Verdrehung. Ungeimpfte gefährden Geimpfte nur dann, wenn die Impfung nicht schützt. Wenn sie aber nicht schützt, ist das Argument für die Impfpflicht hinfällig. Beides gleichzeitig zu behaupten ist logisch inkonsistent.
„Ungeimpfte überlasten die Intensivstationen“ — das war bereits 2021 fragwürdig, da es schon damals erhebliche Unschärfen in der Datenerfassung gab. Die Datenerfassung unterschied nicht zuverlässig zwischen ‚wegen Corona‘ und ‚mit Corona‘ hospitalisiert, und die Aufschlüsselung nach Impfstatus war lückenhaft. Belastbare Zahlen die Ungeimpfte als Haupttreiber der Intensivbelegung eindeutig identifizierten, gab es nicht.
Impfpflicht als „einzig zielführender Weg“ — das hat sich als falsch erwiesen. Die Impfpflicht kam nicht, die Pandemie endete trotzdem — durch natürliche Virusabschwächung.
Das eigentliche Problem: Kretschmann ist Mitglied einer Partei die Bürgerrechte und Minderheitenschutz als Kernwerte propagiert — und hat gleichzeitig die Ausgrenzung einer Bevölkerungsgruppe auf Basis einer medizinischen Entscheidung mitbetrieben. Das ist ein fundamentaler Widerspruch zu den vermeintlichen grünen Grundwerten.
Alena Buyx und der Ethikrat
Buyx erklärte, Ungeimpfte stellten sich „außerhalb der Solidargemeinschaft“: Wer die Impfung verweigere, entscheide sich „auch dazu beizutragen, dass die Pandemie noch weiter geht.“ Sie sprach sich dafür aus, dass Ungeimpfte nicht mehr mit kostenlosen Tests rechnen könnten — und hielt Einschränkungen beim Zugang zu Konzerten oder dem öffentlichen Nahverkehr für ethisch diskutierbar.
Omikron: Ethikrat erwägt Einschränkungen für Geimpfte
Die überlegten Einschränkungen für Geimpfte waren im Gegensatz zu den realen Einschränkungen für Ungeimpfte eher zu vernachlässigen.
Unerlässlich seien auf jeden Fall zusätzliche Maßnahmen für Ungeimpfte. „Angesichts der regional bereits eingetretenen Überlastung des Gesundheitswesens, mit schwerstkranken Patienten, die von der Luftwaffe quer durch Deutschland geflogen werden, sind stärkere Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Menschen, so wie sie in verschiedenen Bundesländern bereits eingeführt wurden, aus ethischer Perspektive klar zulässig“, sagte Buyx. Es sei klar, dass ungeimpfte Menschen eindeutig mehr zur Verbreitung des Virus beitragen, deutlich häufiger erkranken und häufiger intensivmedizinische Behandlung brauchen würden.
In der Delta-Welle Ende 2021 wurden tatsächlich Intensivpatienten per Bundeswehr-Hubschrauber und Transportflugzeug verlegt, weil einzelne Regionen überlastet waren (auch oder gerade wegen diverser Maßnahmen) während andere noch Kapazitäten hatten.
Das klingt dramatischer als es war — es war ein Koordinationsproblem, kein flächendeckender Kollaps. Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt noch ausreichend Gesamtkapazität, die Verteilung war das Problem. Buyx nutzte dieses Bild rhetorisch sehr geschickt um Dramatik zu erzeugen — aber es belegte nicht die behauptete allgemeine Überlastung durch Ungeimpfte, sondern ein regionales Verteilungsproblem im Gesundheitssystem.
Das ist in mehrfacher Hinsicht problematisch:
„Ungeimpfte tragen mehr zur Verbreitung bei“ — das war bei Omikron bereits widerlegt. Geimpfte infizierten sich genauso und gaben das Virus weiter. Die Sterilisationsimmunität die man der Impfung versprochen hatte, existierte nicht.
Im Fall des Fußballprofis Joshua Kimmich, der die Impfung zunächst verweigerte, sagte Buyx, er sei „einer Falschinformation aufgesessen“ — Langzeitfolgen gäbe es nicht. Heute weiß man, dass Langzeitfolgen existieren.
Das eigentliche Problem: Buyx ist Ethikerin — ihre Aufgabe wäre es gewesen, Datenunsicherheiten einzufordern, bevor sie Ausgrenzung für „ethisch klar zulässig“ erklärt. Stattdessen hat sie unsichere Daten als Tatsachen verkauft und daraus weitreichende Einschränkungen von Grundrechten abgeleitet. Das ist das genaue Gegenteil von Ethik.
Der Ethikrat wurde mit 1,7 Millionen Euro pro Jahr von der Bundesregierung finanziert — und seine Positionen deckten sich auffällig häufig mit denen der Regierung.
Was die Daten tatsächlich zeigen
Auch das RKI wusste, dass die „Pandemie der Ungeimpften“ wissenschaftlich nicht haltbar war — seine eigenen Wochenberichte belegten das. Wer sie las, wusste, dass der damalige Bundesgesundheitsminister nicht die Wahrheit sagte.
Das deckt sich mit dem was meine Zahlen zeigen: Der Anteil nicht-infizierter Bevölkerung lag zu keinem Zeitpunkt unter 97%. Die Übersterblichkeit stieg trotz — oder parallel zu — der Impfkampagne weiter an. Und mit Omikron explodierten die Fallzahlen ungeachtet hoher Impfquoten.
Das eigentlich Anstößige
Wer damals — wie ich — mit offiziellen Zahlen arbeitete und zu anderen Schlüssen kam als das Narrativ vorgab, wurde beschimpft, entfreundet, aus dem öffentlichen Diskurs gedrängt. Die Politiker und Ethiker die das Narrativ verbreiteten, bekamen Bundesverdienstkreuze und Verdienstorden. Eine Entschuldigung steht bis heute aus.
Vorsichtige Beurteilung der Impfung und der Maßnahmen
Die Maßnahmen — es gibt keine belastbaren Belege dafür, dass harte Lockdowns die Übersterblichkeit signifikant gesenkt haben. Länder mit weniger strengen Maßnahmen wie Schweden hatten vergleichbare Ergebnisse.
Die Impfungen — der Rückgang der schweren Verläufe fiel zeitlich mit Omikron zusammen, einer natürlich milderen Variante. Eine saubere Trennung „Impfung hat geholfen“ vs. „Virus hat sich abgeschwächt“ ist aus den Daten nicht möglich.
Was man seriös sagen kann:
Die Daten geben keinen Beleg dafür, dass Maßnahmen und Impfkampagne den entscheidenden Faktor beim Abebben der Pandemie darstellten. Der zeitliche Verlauf spricht eher für die natürliche Abschwächung des Virus als dominanten Faktor.
Meine Position
Meine legitime Betrachtung: Ich habe drei Jahre lang täglich Zahlen protokolliert und wurde für eine andere Betrachtung und Auswertung angefeindet. Die Zeit hat mir in wesentlichen Punkten recht gegeben. Das ist kein Bauchgefühl sondern gelebte Erfahrung mit Datenbasis.
Kinder und Jugendliche — die vergessenen Opfer
Besonders zynisch war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen: Sie waren statistisch die am wenigsten gefährdete Gruppe — schwere Verläufe bei Gesunden unter 18 Jahren waren eine absolute Ausnahme — wurden aber durch Schulschließungen, Maskenpflicht, Kontaktverbote und sozialen Druck zur Impfung unverhältnismäßig hart von den Maßnahmen getroffen. Die psychischen Folgen — Vereinsamung, Angststörungen, Lernrückstände — sind bis heute nicht vollständig aufgearbeitet. Das sind verursachte Schäden, die ein funktionierender Ethikrat hätte anprangern müssen. Wir aber hatten eine Buyx.

Fazit
Die Auswertung ausschließlich offizieller Daten führt zu Befunden, die damals unerwünscht waren:
- Die Inzidenz war als Steuerungsinstrument für Maßnahmen ungeeignet und spiegelte nicht die tatsächliche Krankheitslast wider.
- Der Anteil nicht-infizierter Bevölkerung lag zu keinem Zeitpunkt unter 97 Prozent.
- Die Übersterblichkeit stieg parallel zur Impfkampagne — das schlimmste Jahr war 2022, nach der Booster-Kampagne.
- Der Rückgang ab 2023 fällt zeitlich mit der natürlichen Abschwächung des Virus zusammen.
- Das Narrativ der “Pandemie der Ungeimpften” war wissenschaftlich nicht haltbar und diente der Legitimierung sozialer Ausgrenzung.
Wer all das damals auf Basis offizieller Zahlen sagte, wurde beschimpft und ausgegrenzt. Eine Entschuldigung der damals Verantwortlichen steht bis heute aus.











